Leder ABC

Taschen und Schuhe aus Leder: die verschiedenen Tierhäute

Die Ledererzeugung gehört zu einem der ältesten Gewerbe der Menschheit. Schon auf einer Steintafel aus Babylonien, die circa 720 v. Chr. entstand, findet sich ein frühes Gerbrezept zur Herstellung von Leder. Das Naturprodukt wird aus der vom toten Tier abgezogenen Haut hergestellt. Rein technisch lässt sich aus fast jeder tierischen Haut Leder herstellen. Bevorzugt werden in der Lederindustrie allerdings Tierhäute, die in großen Mengen laufend anfallen und ein entsprechendes Flächenmaß für den Zuschnitt und die Weiterverarbeitung bieten.

Für die Schuhindustrie ist Leder ein besonders wichtiges Material. Leder besitzt die Eigenschaft, Feuchtigkeit (Ausdünstung des Fußes) zu speichern und in Form von Wasserdampf nach außen abzugeben. Daher werden Leder für sämtliche Teile des Schuhs verwendet z.B. als Futterleder, Oberleder, Bodenleder oder Brandsohlenleder.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Lederschichten:

  1. Narbenschicht oder Narbenseite (Außenseite der Haut) – sehr feine, je nach Lederart charakteristische Lederseite
  2. Faserschicht (Fleischseite – dem Körper zugewandte Seite der Haut) grobe, faserige Schicht des Leders

Mit diesen Lederschichten können viele verschiedene Optiken geschaffen werden. In unserem kleinen Lederlexikon haben wir die wichtigsten Lederarten für Sie erklärt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Deerberg Team!

Leder ABC

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z