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Finden Sie hier alles über unsere Textilmaterialien heraus

Alpaka

Das südamerikanische höckerlose Kamel lebt in den Hochebenen der Anden unter extremen klimatischen Bedingungen. Deshalb ist sein Unterfell sehr fein und leicht und dabei sehr widerstandsfähig, elastisch und lang. Die Haare sind innen hohl und sorgen so für einen perfekten Wärmehaushalt. Die mit ca. 2 Millionen Exemplaren weltweit vergleichsweise seltenen Nutztiere liefern pro Tier und Jahr Wolle für einen Pullover. Deshalb und wegen seiner exzellenten Eigenschaften ist Alpaka immer noch ein exklusiver Stoff.

Der hohe Fettgehalt macht Textilien aus Alpaka schmutz- und wasserabweisend, weshalb die Reinigung wie bei Schurwolle erfolgen kann (siehe Text Schurwolle).

Baumwolle

Der Baumwollstrauch ist ein Malvengewächs und wird in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. In Indien beispielsweise lässt sich der Anbau bis 3.000 v. Chr zurückverfolgen. Zu Textil verarbeitet werden die Samenhaare, die aus den aufgeplatzten Früchten quellen. Die Fasern enthalten sogenannte „Lumen“, das sind Lufteinschlüsse, in denen bis zu 20% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit gespeichert werden kann, ohne das sich das Textil nass anfühlt.

Der weiche, hautfreundliche Stoff ist stabil, sehr strapazierfähig und kann problemlos bis 30° in der Maschine gewaschen und bis 200° gebügelt werden.

Cord

Der beliebte Samtstoff mit Rippenstruktur wird hauptsächlich aus Baumwolle hergestellt. Die typische Oberfläche des Cords entsteht durch Aufschneiden von Faserschlingen. Baby-, Fein- oder Breitcord bezeichnen die Rippenbreite von ganz fein bis grob. Der Stoff ist wärmend, strapazierfähig, nimmt Feuchtigkeit auf und ist pflegeleicht. 

Cord lässt sich bis 30° in der Maschine waschen (siehe auch Baumwolle).

Elastan

Der bis zum Siebenfachen seiner Länge dehnbare synthetische Faserstoff besteht zu 85% aus segmentiertem Kunstharz und wird als Filamentgarn ausgesponnen. Wenn ein Stoff elastisch und widerstandsfähig sein muss, wird Elastan anderen Fasern beigemischt. Es zieht sich fast vollständig wieder zusammen und ist scheuerfest, was ihn sehr langlebig macht.

Elastan ist unempfindlich gegen Meer- und Chlorwasser.

Kontrolliert biologischer Anbau (kbA)

Unsere Baumwolle stammt teils aus kontrolliert biologischem Anbau. Das bedeutet nicht nur, dass die Pflanzen von Pestiziden und anderen Giften verschont bleiben, sondern auch, dass der Rohstoff nach der Ernte nur mit ökologisch unbedenklichen Mitteln behandelt und gefärbt wird. Genau wie unsere schonend gegerbten Leder ist dieses Material daher besonders hautverträglich.

Mit Erwerb von Textilien aus kbA-Baumwolle tun Sie übrigens nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch den Menschen, die an Ernte und Produktion beteiligt sind. Denn nur Baumwolle, die aus fairem Handel mit ausreichender Entlohnung stammt und unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen (keine Kinderarbeit!) geerntet und verarbeitet wurde, bekommt dieses Gütesiegel!

Leinen

Seit ca. 4.000 v. Chr. gewinnt man Leinen aus dem blau-violett blühenden Flachs. In mehreren aufwendigen Arbeitsgängen wird der Bast aus den Pflanzenstengeln gelöst und hinterher feucht zu Garn versponnen. Sobald es verwebt ist, nimmt es die typische Leinenstruktur an. Der leicht glänzende Stoff ist sehr haltbar und wirkt feuchtigkeits- und wärmeregulierend. Auf der Haut fühlt sich Leinen winters wie sommers herrlich an. Die ausgeprägte Neigung zur Faltenbildung wird von Kennern liebevoll „Edelknitter“ genannt.

Farbige Leinenstoffe können bei 30 bis 40° in der Maschine gewaschen und bis 220° gebügelt werden. Die variiert jedoch von Stoff zu Stoff, daher empfehlen wir vor dem Waschen einen Blick ins Etikett.

Wir bieten ein spezielles Waschmittel für Leinen. Das Leinenwaschmittel Textbio ist speziell für Leinenstoff entwickelt und bietet eine optimale Pflege für Leinen, Baumwolle und Ramie.

Lyocell

Bei Lyocell handelt es sich um eine Zellulosefaser. Es gibt zwei Marken für Lyocell: Tencel und New Cell. Die beiden Hersteller nehmen zur Produktion der Faser Holz. Dieses wird mit dem Lösungsmittelverfahren bearbeitet, das sogenannte N-MMO-Verfahren. Da das Lösungsmittel zu 99,5% zurück gewonnen werden kann, handelt es sich um eine umweltfreundliche Gewinnung dieser Faser

Das Besondere an Lyocell ist seine robuste Qualität. Daher eignet es sich, nach der Baumwolle, als erste Faser für den Denim-Look einer Jeans. Es hebt sich allerdings von Baumwolle ab, weil es sich anfühlt und fällt wie Seide. Weiterhin zeichnet sich Lyocell dadurch aus, dass dieser Stoff sehr hautsympathisch und pflegeleicht ist.

 

Merinowolle

Das Merinoschaf wird hauptsächlich in Australien und Neuseeland gehalten. Seine Wolle zeichnet sich durch sehr kurze, feine und stark gekräuselte Fasern aus. Das macht das Gewebe angenehm weich und elastisch. Trotz ihrer edlen Feinheit hat Merinowolle die gleichen wärmenden Eigenschaften wie Schurwolle und ist genauso pflegeleicht.

Pflege: siehe Text Schurwolle

Polyester

Der vollsynthetische Faserstoff wird seit 1947 im Schmelzspinnverfahren hergestellt. Er ist lichtbeständig, wasserfest und stabil, feuchtigkeitsregulierend, knitterarm und pflegeleicht. In Textil-Mischgeweben sorgt Polyester für Formstabilität.

Kleidung aus diesem Material können Sie bis 40° in der Maschine waschen und bei niedriger Stufe bügeln.

Schurwolle

Die Schurwolle wird vom gesunden, lebenden Schaf gewonnen und hat viele wundervolle Eigenschaften: Der natürliche Lanolingehalt macht die Fasern Schmutz und wasserabweisend, die Lufteinschlüsse wirken wie eine wärmende Isolierschicht. Gleichzeitig kann das Gewebe bis zu einem Drittel des eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.

Schurwolle ist atmungsaktiv und sehr pflegeleicht. Zur Reinigung genügt es, das Kleidungsstück über Nacht an die frische, feuchte Luft zu hängen. Staubpartikel und Gerüche verschwinden beim Trocknen des Stoffes. Bei gröberer Verschmutzung genügt eine Handwäsche in kaltem Wasser mit einem Wollwaschmittel. Knitterfalten hängen sich von selbst aus. Nur bei hartnäckigen Flecken sollten Sie Ihr Kleidungsstück in die Reinigung geben.

Seide

Dieser leichte, glänzende und geschmeidige Stoff wird seit 3000 v. Chr. aus den Kokons der Seidenspinner gewonnen. Ein abgewickelter Faden kann bis zu 3.000 Meter lang sein, wovon aber höchstens 1.200 Meter, die Mittelschicht des Kokons, verwendet und durch Verdrehung mehrerer Fäden zu Seidenzwirn versponnen werden. Seide wirkt im Sommer kühlend, im Winter wärmend
und kann bis zu 30% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.

Damit Sie lange Freude an Ihren Kleidungsstücken aus Seide haben, waschen Sie diese am besten im lauwarmen Wasser von Hand.

Viskose

Der weiche, auf der Haut kühle Viskosestoff ist auch als Rayon bekannt. Erstmals 1892 in England zum Patent angemeldet, wird Viskose in einem speziellen Verfahren aus nass gesponnenen
Zellulose-Fasern
hergestellt, die von Bäumen, Stroh oder Schilf stammen. Er kann durch die lockere innere Struktur der Fasern sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen.

Zu beachten ist bei diesem luftig fallenden, leicht glänzenden Stoff, dass er in der Regel trocken gereinigt werden sollte.

Walkstoff

Um Walkstoff herzustellen, wird Schurwolle benötigt: Die Wolle presst und bearbeitet man in reinem, handwarmem Wasser, sodass sie sich verdichtet und verfilzt. Das schmutzabweisende Lanolin wird dabei nicht ausgewaschen. Die durch den Walkvorgang eingeschlossene Luft wirkt als Isolierschicht, sodass die Körperwärme nicht verloren geht. Die besondere Verarbeitung macht Walkstoffe wind- und wasserabweisend, atmungsaktiv, wärmend, formstabil und sehr pflegeleicht.

Wenn Sie die Walktextilien immer wieder auslüften und ausbürsten, können Sie sich die Handwäsche für starke Verschmutzung aufheben (siehe auch Schurwolle).

* Alle Preise inkl. MwSt und zzgl. Versandkosten©Deerberg Versand GmbH, 29582 Hanstedt